Kongruenz zwischen politischer Kultur und politischer Struktur ist von großer Bedeutung für die Stabilität einer Gemeinschaft. Voraussetzung für eine demokratische Kultur ist daher eine partizipative politische Kultur. Doch wie gelingt es dem Bürger, selbstbewusst einen Teil zum politischen Diskurs beizutragen?

Argumentieren unter Stress ist für die Wenigsten ein leichtes Unterfangen. Wer es beherrschen möchte muss zunächst einmal sich selbst, das heißt, die eigenen stressbedingten körperlichen und emotionalen Reaktionen beherrschen. Leichter gesagt als getan. Emotionen wie Angst, Wut oder Empörung hindern uns daran klare Gedanken zu fassen und damit auch auf gewohntem Niveau weiter zu Argumentieren. Jeder kennt das Phänomen, dass einem die eloquenten, humorvollen und schlagfertigen Antworten in der Regel erst dann einfallen, wenn die Situation, in welcher sie eigentlich benötigt werden, lange vorüber ist.

Montag, 31 Oktober 2016 10:58

„Der Landtag sind wir!“

geschrieben von

„Als Alterspräsident eröffne ich die konstituierende Sitzung des neugewählten bayerischen Landtags.“ Gekonnt leitet der 18-jährige Jakob B. im Planspiel „Der Landtag sind wir!“ eine Sitzung im Plenarsaal des Bayerischen Landtags. Sozialkundeunterricht der etwas anderen Art erlebten 60 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Leonhard-Wagner-Gymnasiums. Einmal in jedem Schuljahr lädt das Landtagsamt eine einzige Schülergruppe pro Regierungsbezirk zu diesem Planspiel ein – insofern ist diese Veranstaltung im Maximilianeum auch eine Auszeichnung für die Schwabmünchner Schüler.

Am 3. November startet eine Veranstaltungsreihe zum Thema „rechtliche Rahmenbedingungen von Erziehung und Bildung“ an der Universität Augsburg. Hinter dem Titel „Wie kultiviere ich die Freiheit bei dem Zwange?“, einem Kant-Zitat, verbergen sich verschiedene interessante Veranstaltungen, in denen es um die rechtlichen Bezüge pädagogischen Handelns in ganz konkreten Kontexten –  wie Familie oder Asyl – gehen soll. Zugleich werden aber auch allgemeiner-theoretische Formen des Umgangs mit erziehungswissenschaftlichen Kernfragen innerhalb der Rechtswissenschaft diskutiert, etwa das Verhältnis von Strafe und Erziehung und das dabei zur Anwendung kommende Erziehungskonzept.

Die Veranstaltungsreihe ist öffentlich und jeder interessierte herzlich eingeladen teinzunehmen.